
15. September 2026
Der zweite Vortrag von Rudolf Koormann in diesem Jahr zur Stadtgeschichte beschäftigte sich mit dem Jubiläumsfeiern 1926. Highlight des Vortrags: ein Stück Film zum Festumzug am Sonntag, 12. September 1926, aufbereitet vom LWL-Medienzentrum Münster.
Zunächst schilderte Rudolf Koormann die Entstehung des Jubiläumsfeier: zum einen aus der „Not“, den rechten Termin zu verpassen, da man wegen des Verlustes der Urkunde das genaue Datum der Stadtwerdung Borkens „schwarz auf weiß“ belegen konnte, zum anderen die ausgesprochen kurze Vorbereitungszeit auf den nun festgelegten Termin im September 1926.
So half man sich mit einer schon erprobten Idee aus Soest, Themengruppen zu gestalten: Schnell wurde die Soester Vorlage mit Borkener Themen gefüllt.
Organisatorische Stütze als „WhatsApp-Gruppe“, nein, Nachrichtenzentrum des ganzen Projekts war die Borkener Zeitung mit Hilfe zahlloser Inserate für die mehrere hundert Beteiligten.

Sonntag, 12. September 1926: Der Fotograf August Elsner hatte sich einen exklusiven Standort ergattert: An der Kreuzung Am Kuhm / Wilbecke / (frühere) Remigiusstraße, direkt an der Aabrücke, gesehen aus einem Fenster im späteren Haus Empting. Ganz Mutige setzten sich sogar auf das extra spitz gemauerte Brückengeländer…

Auf dem nächsten Foto sieht man im Hintergrund ein riesiges „Stadttor“, das am Eingang zur damaligen Remigiusstraße errichtet worden war, allerdings als Holz-Leichtbau, der leicht ab- und wieder aufgebaut werden konnte, was dann tatsächlich 1934 geschah…

Natürlich gab es auch anderes in jenen Tagen, womit sich die Stadtgesellschaft hervortun konnte. So wurde eine „Heimatausstellung“ in der Mädchen-Volksschule an der Kapuzinergasse aufgebaut und in jenen Tagen eröffnet.

Von dem abschließend gezeigten Stück Film waren die (leider nicht ganz so zahlreich wie bei den Vorträgen zuvor erschienenen) Besucher hellauf begeistert.
Es war eine anschauliche und sinnvolle Ergänzung zu unseren modernen Jubiläumsfeiern in Borken 2026. BF







Heimatverein Borken