
5. Dezember 2025
Im Himmel war die Abteilung Wetter dieses Jahr wieder gnädig mit den Familien. Eine gute Reise nach Borken hatten auch die unzertrennlichen Freunde Nikolaus (nicht auf seinem kranken Schimmel, sondern auf einem braven Rappen) und Ruprecht (ganz in Schwarz, wie sein Rappe auch, und mit der bedrohlichen Rute im Arm).
Bevor sie ankamen, spielte schon das Saxophon-Ensemble der Musikschule unermüdlich für die immer zahlreicher eintreffenden Kinder und Eltern. Viele waren mit einem Kinderwagen unterwegs, so dass auch die Jüngsten schon erfahren konnten, was in Borken „Nikolaus(vor)abend“ bedeutet.
Als noch wenig los war, kamen auch die Fahrzeuge der Feuerwehr und der Hilfsdienste. So füllte sich der Marktplatz zusehends. Und natürlich wurden die Absperrungen in der Nähe des Nikolauszuges schon längst aufgestellt.
Was sonst noch geschah, erzählen die folgenden Bilder. BF

Eine Stunde lang, seit 16 Uhr, hat das Saxophon-Ensemble der Musikschule die wartenden Kinder und Familien mit Nikolausliedern und anderer passender Musik unterhalten.
(alle Fotos: Heimatverein Borken)


Pünktlich um 6 Minuten nach 17 Uhr bog der Zug von der Hl.-Geist-Straße her auf den Marktplatz ein. Vorneweg mit einem Polizeiauto (einschließlich Blaulicht) und mit Musik, die zum Anlass passte, dann der Nikolaus hoch zu Ross und ebenso Knecht Ruprecht.

Der Marktplatz war zügig überquert, ein kurzer Halt zum Sammeln, und schon ging’s los in die Remigiusstraße, vorbei an der Propsteikirche, die von zigtausend Lichtern an den Bäumen angestrahlt wurde.

Auf der Mönkenstiege, kurz vor dem Marienhospital, machten der Nikolaus und Ruprecht eine kurze Pause, um sich etwas weiter hinten wieder in den Zug einzufügen. Schließlich wollen alle mal in der Nähe des Nikolaus sein.

Hier vorn marschiert er, Hans Essing, unser Heimatfreund und altgedienter „Zugführer“, der aufpasst, dass der lange Zug mit (geschätzt) rund 2000 Teilnehmern nicht auf unerwartete Hindernisse stößt und dass der Zug möglichst langsam vorankommt und keine Lücken entstehen.

Am Vennetor machte der Nikolaus zum zweitenmal Pause, weil hier auch Platz ist für die Pferde. Haben Sie die elegante Lichter-Pyramide auf dem Kreisverkehr gesehen?
Hier ging’s weiter in die Straße An der alten Windmühle.

Upps. Da ist er ja schon am Ziel, unser lieber Nikolaus! Einmal durch den Eingang bei Andre Melis, Treppe hoch und … Moment! Nicht gleich alles verraten.
Das letzte Stück des Weges führte an der alten Windmühle vorbei durchs Neutor und die Sternstraße zurück zum Marktplatz. Das hat schon wegen der engen Straßen und vieler Zuschauer ein bisschen länger gedauert. Manche von den wartenden Kindern werden langsam ungeduldig … (Und der Fotograf hat kein Bild vom Einzug auf den Marktplatz; er wollte einen guten Platz vorn beim Balkon von Herrn Melis ergattern …
(Foto: HV)

Begeisterter Jubel brandet auf. Da sind sie, die beiden himmlischen (?) Gäste. Auf der linken Seite, klar. Rechts stehen die beiden Gastgeber: Frau Schulze Hessing als Bürgermeisterin und Herr Wissing als Vorsitzender Heimatvereins Borken. Er begrüßt die Gäste, über die er sich genauso freut wie die Kinder. Und er dankt allen, die mitgeholfen haben, den Besuch möglich zu machen. Und natürlich freut sich die Bürgermeisterin genauso, sie möchte das „Herzlich willkommen!“ auch ganz laut hören und die Kinder wissen, wie man das macht.
(Foto: HV)

Nach den kleinen Vorträgen der beiden Grundschulkinder halfen zwei junge Sängerinnen bei gemeinsamenen Liedern für den Nikolaus. Der zeigte sich sehr erfreut über diesjährige Stärke des Gesangs. Es gab herzlichen Applaus für die jungen Akteure.
(Foto: S. Fietz/Just Borken)

Dieses hübsche Pärchen wurde gerade noch „gerettet“ … (Foto: M. Wiemeler)
Was ist noch passiert?
Während sich die Kinder vor den Tischen am Farb drängten, um schnell noch vor den vielen anderen den Gutschein gegen einen Stutenkerl einzutauschen, bewegten sich die Gäste Richtung Marien-Altenheim, begleitet von Abordnungen des Heimatvereins, der Jugendfeuerwehr unbd der Musikkapellen. Sie wollten den Bewohnern des Heimes (und den Mitarbeiterinnen) wie jedes Jahr den sehnsüchtig erwarteten Besuch abzustatten. Wie immer war man bestens vorbereitet und einige Gruppen konnten für den Nikolaus ein Lied singen, wie Augen- und Ohrenzeugen berichten.
Da der Reporter im Gedränge – nach dem immer gleichen Motto, Sie kennen es: „The same procedure as every year“ – nicht erdrückt werden wollte, hat er auf die Teilnahme an der Stutenkerl-Verteilung verzichtet. BF


HV Borken
Heimatverein Borken
HV Borken
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