
Das „Niejaohr-winnen“ oder auch „Niejaohr-afwinnen“ ist ein alter Nachbarschaftsbrauch: Wenn man sich am Neujahrstag trifft, um sich gegenseitig – natürlich auf Plattdeutsch – ein „glückseliges Neujahr“ zu wünschen, muss man schnell sein: Wer zuerst ein „glückseligs Niejaohr“ wünscht, hat das „Glückwünschen gewonnen“.
Üblicherweise sitzt man dann zusammen und unterhält sich bei Kaffee und „Ieserköökskes“ (auch „Neujährchen“ genannt) und ein oder zwei Gläschen „Anieskes“ zu unterhalten. (Wenn die Männer am Abend Besuche machten, gab es sicher auch andere Getränke.)
Der Brauch wird auch in Gemen, Heiden und Marbeck von den Heimatvereinen lebendig gehalten.

Auf das neue Jahr stoßen Mitglieder des Heimatvereins im Übergangsquartier an. (Foto: Kauffelt)


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